COVID-19 ist eine durch das Coronavirus SARS‑CoV‑2 ausgelöste Infektionskrankheit, die Ende 2019 erstmals beschrieben wurde. Das Virus breitet sich hauptsächlich durch Tröpfchen und Aerosole beim Sprechen, Husten oder Niesen aus; seltener über kontaminierte Oberflächen. Ansteckungsrisiken steigen in geschlossenen, schlecht belüfteten Räumen und bei engem Kontakt.
Zu den häufigsten Symptomen gehören Fieber, trockener Husten, Müdigkeit, Verlust von Geruchs‑ und Geschmackssinn sowie Atembeschwerden. Der Krankheitsverlauf reicht von asymptomatisch über milde Erkältungszeichen bis zu schwerer Lungenentzündung und Multiorganbeteiligung, insbesondere bei hospitalisierten Patienten.
Im Vergleich zu anderen Atemwegsinfektionen wie Influenza zeigt COVID‑19 eine längere Inkubationszeit und ein höheres Risiko für schwere Verläufe und thrombotische Komplikationen. Die Inkubationszeit beträgt meist zwei bis vierzehn Tage, am häufigsten etwa vier bis fünf Tage.
Besonders gefährdete Personengruppen umfassen:
Asymptomatische und präsymptomatische Übertragungen sind möglich, was die Eindämmung der Pandemie erschwert und besondere Schutzmaßnahmen erforderlich macht.
In Deutschland sind mehrere COVID‑19 Impfstoffe zugelassen, darunter die mRNA‑Impfstoffe von BioNTech/Pfizer und Moderna sowie der Vektorimpfstoff von Johnson & Johnson. mRNA‑Impfstoffe liefern genetische Anweisungen für das Spike‑Protein, die Zellen zur Herstellung eines Antigens anregen und so eine Immunantwort auslösen. Vektorimpfstoffe nutzen ein harmloses Trägervirus, das das Gen für das Spike‑Protein transportiert.
Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt Grundimmunisierungen und altersabhängige Auffrischungen. Besondere Empfehlungen gelten für ältere Menschen, Personen mit Vorerkrankungen und Schwangere. Auffrischungsimpfungen mit angepassten Vakzinen gegen aktuelle Varianten werden regelmäßig empfohlen, besonders für Risikogruppen. Die STIKO empfiehlt primär mRNA‑Impfstoffe; Vektorimpfstoffe nur in Ausnahmefällen.
Impfungen sind in Impfzentren, mobilen Teams und zunehmend auch in Arztpraxen und teilnehmenden Apotheken verfügbar. Angepasste bivalente Vakzine gegen Omikron‑Untervarianten sind verfügbar. Termine lassen sich online, telefonisch oder teils als Walk‑in buchen; viele Apotheken bieten Beratung und vereinzelt Impfungen an.
Häufige Nebenwirkungen sind kurzzeitige Reaktionen wie Schmerzen an der Einstichstelle, Müdigkeit, Kopf‑ und Gliederschmerzen sowie gelegentlich Fieber; schwere Nebenwirkungen sind selten. Die Impfstoffe wurden in umfassenden Studien geprüft und werden weiterhin überwacht. Das Paul‑Ehrlich‑Institut überwacht sehr seltene Nebenwirkungen wie Myokarditis oder thrombotische Komplikationen.
Impfberatungen helfen bei individuellen Fragen zu Kontraindikationen und dem optimalen Impfzeitpunkt. Sprechen Sie Ihren Arzt oder Apotheker auf eine persönliche Beratung an, um die für Sie beste Impfstrategie zu finden.
In Deutschland stehen verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente zur Behandlung von COVID-19 zur Verfügung. Diese Therapeutika können den Krankheitsverlauf verkürzen und schwere Komplikationen verhindern, wenn sie rechtzeitig eingesetzt werden.
Paxlovid (Nirmatrelvir/Ritonavir) ist das am häufigsten verschriebene antivirale Medikament gegen COVID-19. Es sollte innerhalb der ersten fünf Tage nach Symptombeginn eingenommen werden und kann die Krankheitsdauer erheblich verkürzen. Remdesivir wird hauptsächlich im Krankenhaus als intravenöse Infusion verabreicht.
Alle COVID-19-Medikamente sind ausschließlich auf ärztliche Verschreibung in deutschen Apotheken erhältlich. Die Behandlung sollte möglichst früh im Krankheitsverlauf beginnen. Besonders wichtig ist die Beachtung von Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten, insbesondere bei Paxlovid.
Für die Linderung von COVID-19-Symptomen stehen verschiedene rezeptfreie Medikamente zur Verfügung. Diese können helfen, Beschwerden zu reduzieren und den Heilungsprozess zu unterstützen.
Paracetamol und Ibuprofen sind bewährte Mittel zur Fiebersenkung und Schmerzlinderung. Beide Wirkstoffe sind gut verträglich und können auch bei COVID-19 sicher angewendet werden. Die empfohlene Dosierung sollte nicht überschritten werden.
Hustenstiller können bei trockenem Reizhusten Linderung verschaffen, während schleimlösende Präparate bei produktivem Husten hilfreich sind. Nasensprays und Rachentherapeutika unterstützen bei verstopfter Nase und Halsschmerzen.
FFP2-Masken bieten einen hohen Schutz vor Aerosolen und Tröpfchen mit einer Filterleistung von mindestens 94%. Medizinische Masken schützen primär das Umfeld vor eigenen Atemtröpfchen. Beide Maskentypen sind in deutschen Apotheken erhältlich und entsprechen den EU-Normen für Medizinprodukte.
Händedesinfektionsmittel mit mindestens 70% Alkoholgehalt und Oberflächendesinfektionsmittel sind essentiell für den Infektionsschutz. Schnelltests und PCR-Tests für zu Hause ermöglichen eine zeitnahe Diagnose. Deutsche Apotheken führen ein breites Sortiment an Selbsttests, die einfach anzuwenden sind und zuverlässige Ergebnisse liefern.
Die korrekte Anwendung von Schutzausrüstung ist entscheidend für deren Wirksamkeit. Wichtige Hygienemaßnahmen umfassen:
Long-COVID bezeichnet anhaltende Beschwerden, die vier Wochen oder länger nach einer COVID-19-Infektion bestehen. Typische Symptome umfassen chronische Müdigkeit, Atembeschwerden, Konzentrationsstörungen und Gedächtnisprobleme. Diese Langzeitfolgen können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen.
Deutsche Apotheken bieten verschiedene Produkte zur Linderung von Long-COVID-Symptomen:
Apotheker bieten kompetente Beratung zu Long-COVID-Beschwerden und können bei der Auswahl geeigneter Präparate helfen. Bei schweren oder anhaltenden Symptomen sollte jedoch spezialisierte medizinische Hilfe in Long-COVID-Ambulanzen oder bei Fachärzten gesucht werden.